Yin-Magazin - Der Podcast (nicht nur) für Frauen

Yin-Magazin - Der Podcast (nicht nur) für Frauen

Wissen und Inspiration rund um FrauSein, Weiblichkeit, Yin, persönliche Weiterentwicklung, Bewusstsein, Business und Spiritualität.

Transkript

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Ein herzliches Willkommen Deinem Hörern hier im JIN Magazin. Du hörst mich. Ich bin Daniela Hutter.

Ich bin die Autorin des Long-Seller-Buches Das JIN-Prinzip und unter dem gleichnamigen Titel habe ich ein umfangreiches Konzept zum Thema Weiblichkeit, Frau sein in der JIN-Akademie zusammengestellt, zusammengetragen, um Frauen zu inspirieren, zu unterstützen für ein selbstbewussteres Frau sein, für ein gestärktes Frau sein, für eine gelebte Weiblichkeit aus dem Innen heraus, in einer modernen Art und Weise, pragmatisch und geerdet, so dass wir ein erfülltes Leben führen, ohne uns dabei im Hamsterrad des Alltags zu erschöpfen. Genau, und da passt die heutige Folge besonders gut dazu, meine ich, denn ich habe mir ein Thema aus meiner Ideensammlungsliste hervorgeholt, nämlich Selbstoptimierung. Gerade als eine, die Frauen inspiriert zu ihrer Entwicklung, die für Frauen immer wieder Impulse kreiert, Vorträge hält, ja, am Ende Podcast wie diesen hier, schaue ich dann schon immer auch auf diese Thematik der Selbstoptimierung drauf und frage mich auch einfach selber immer wieder, wo beginnt Selbstoptimierung, bis wohin ist sie gut und bis wohin tut sie uns eigentlich nicht mehr gut.

Denn, wir müssen uns ganz ehrlich sein, wir leben ja alle in einer Welt, in der wir ganz viel Informationen erhalten, ganz viel Informationen auf uns einprasseln, die formuliert, werde die beste Version von dir selbst, lebe die beste Version von dir selbst, lebe dein ganzes Potenzial. Ja, von allen Ecken hören wir, wir sollen gesünder, achtsamer, erfolgreicher, voller Energie leben. Man bekommt Tools, wie wir diese Verbesserungsprozesse unterstützen können.

Es gibt Apps, wo wir tracken können. Es gibt Impulse für perfekte Morgenroutinen und so weiter und so fort. Alle mit dem Ziel, ein besseres Leben, ein besseres Ich zu leben.

Ja, und ich frage mich halt auch immer oder nehme mich da wirklich selber dran und schaue, wo ist meine Verantwortung als eine, die da vorangeht, dass wir hier auch in einer guten Weise unterwegs sind. Und da muss man sich schon immer wieder auch fragen, was ist eigentlich die beste Version und wer bestimmt, was eigentlich besser ist. Ist diese Motivation zur ständigen Verbesserung und dann auf der anderen Seite diesen Folgen der Motivation und vielleicht sogar der innere Drang dieser ständigen Verbesserung zu folgen, ist es tatsächlich gesund oder setzen wir uns da unter Druck oder kreieren wir vielleicht sogar sowas wie eine Prägung, einen Glaubenssatz, dass wir nie genug sind.

An der Linie tanze ich mit meinen Gedanken ständig, weil ich kenne ja auch die andere Seite aus meiner Arbeit mit den Frauen, vor allem aus dem 1 zu 1, aber auch aus meinen Programmen, dass die Frauen, Männer natürlich auch, aber ich richte mich halt mit meiner Arbeit hauptsächlich an Frauen, dass Frauen genau diesen Gedanken, ich bin gut so wie ich bin, ganz oft auch als so etwas wie eine Begründung, um nicht zu sagen Ausrede, verwenden, um eine Veränderung zu vermeiden, denn Veränderung ist ja schon oft eine Herausforderung, kann durchaus als Weiterentwicklung auch unbequem sein, man muss ehrlich zu sich sein, man braucht oftmals Mut und in der Komfortzone, ist zwar jetzt von mir nicht unbedingt ein geliebtes Wort, aber kann es durchaus auch mal gemütlich sein. Und dann ist dieses, ich bin gut so wie ich bin, halt eine gute Erklärung für die eigene Komfortzone und dann hat das, ich sage mal eher mit Widerstand gegen einen Weiterentwicklungsprozess zu tun, wo aber noch immer das Wort Selbstoptimierung, das ja schon eher so einen unguten Nachklang mitbringt, für mich zumindest, ich weiß nicht, wie es dir damit geht, und übrig bleibt am Ende immer wieder die Frage, wo ist denn der Mittelweg zwischen diesem Drang oder eben der Motivation, sich zu optimieren und gleichzeitig der Gefahr, dass wir uns eben in eine Komfortzone zurückziehen und die Bequemlichkeit genießen und einfach dem Weiterentwicklungsprozess ausweichen. Das ist der Inhalt dieser Folge, da möchte ich gerade auch aus der Sichtweise des Jins mit dir gerne draufschauen, aber am Anfang lass uns doch einmal draufschauen, oder überhaupt, ganz am Anfang, wenn dir meine Podcastfolgen gefallen, vergiss bitte nicht auf die, du weißt schon, auf das Abo zu klicken, auf die Sterne zu klicken.

Das ist das, was wir hier als Podcaster brauchen, um diese Arbeit anbieten zu können und wenn es dir gefällt, bitte empfehle mich auch gerne weiter, indem du die Ankündigung der Folge einmal zu deinen Freunden schickst. So, jetzt weiter, was wichtig ist zu wissen, wo kommt denn dieser Drang zur Selbstoptimierung überhaupt eigentlich her? Und da meine ich, wie bei so vielem, was wir in einem tiefen zellulären Bewusstsein mittragen, müssen wir einfach die historische Perspektive einnehmen, und einfach auch diese zeitliche Linie mitnehmen. Denn klar, in früheren Zeiten war Selbstoptimierung definitiv überlebensnotwendig oder hatte Überleben einfach auch unterstützt.

Selbstverbesserung war eine Überlebensstrategie. Denn wer schneller lief, wer besser jagte, wer klüger strategisierte, hatte höhere Chancen zu überleben. Sich weiterzuentwickeln war kein nice to have, sondern eine Notwendigkeit.

Und das haben wir mal schon tief in uns angelegt, aber auch später, in späteren Kulturen, zum Beispiel im antiken Griechenland, hat man auch schon über Selbstoptimierung philosophiert. Und es galt sogar Entwicklung als Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Sogar Aristoteles formulierte das, dass ein Leben in Tugend und Weisheit zur höchsten Form des Glücks führen sollte.

Und auch bei den Philosophen insgesamt gab es damals schon zwei Strömungen. Die einen, die eher in diesem Annehmen des eigenen Wesens und dem Entwickeln der Weisheit waren, und die andere Strömung, die eher in der betonten Disziplin der Perfektion, der Selbstbeherrschung war. Also, wenn man so möchte, Yin und Yang hat damals schon seine Spuren hinterlassen.

Dann switchte, wie vieles in unserem Leben, in der Historie durch das Christentum sehr in eine ungutere Weise, sage ich jetzt mal, denn Selbstoptimierung, bleiben wir mal bei diesem Wort als neutrales Wort, wurde dann oft mit Moral verknüpft. Wer an sich arbeitete, vor allem durch Enthaltsamkeit, durch Fleiß, durch Gebet, der kam seinem Seelenheil sozusagen näher. Da war immer eine gewisse strenge Note drin.

Und alles, was mit Bequemlichkeit, mit Gemütlichkeit, Selbstgenuss zu tun hatte, galt ja schnell als sündhaft. Wer sich Ruhe gönnt, war faul. Wer an sich arbeitet, galt als tugendhaft.

Und das hat sich ja eh bis heute quasi in unseren Mustern gehalten. Verstärkt wurde das sogar dann noch im 18. und 19.

Jahrhundert. Da gab es ja viel, was an Fortschritt und optimierbare Ressourcen über die Industrialisierung herangegangen war. Da ging es um Disziplin, um Zeitmanagement, um Produktivität.

Das wurden sozusagen die Werte, die unsere Gesellschaft geleitet haben. Und auch hier gab es diese Formulierungen. Wer am härtesten arbeitet, bekommt am meisten Belohnung.

Nütze die Zeit sinnvoll. Jeder kann etwas schaffen, wenn man nur genug an sich arbeitet. Das ist also das, was wir aus der Historie für die Selbstoptimierung mitbringen.

Und heute ist der sozusagen zum Lifestyle geworden. Da gibt es eben die Apps, da gibt es das Biohacking, da gibt es Seminare, Coaching, Mindset und so weiter, die alle das Ziel haben, unser Leben zu optimieren, unser Leben zu verbessern. Und das muss man auch einmal sehen, um zu verstehen, wo es eigentlich in dem Sinne herkommt.

Aus dieser historischen Ebene. Aber was natürlich auch ist, wir haben es jetzt als gesellschaftliche Prägung. Denn schon als Kinder lernen wir, wer fleißig ist, wird belohnt.

Es gibt gute Noten, es gibt Lob, es gibt Anerkennung für bestimmte Leistungen. Und das hat uns ein bisschen, begleitet uns das immer noch, sogar intensiver. Es gibt die Apps, es gibt die Programme, die Coaches, die uns verbessern wollen.

Die Frage ist einfach, was macht das mit uns? Und wie gehen wir damit um? Denn was dahinter schon schwingt, oder wie es viele auch verwenden, ist diese eigene Leistung zu sehen. Und wenn ich viel leiste, bin ich wertvoll. Also auch dieser eigene Anerkennungsweg führt genau wieder über das.

Und dann ist natürlich Selbstoptimierung am Ende nichts Gutes. Was bei Selbstoptimierung natürlich auch greift, ist das Thema Kontrolle. Im Prozess dessen zu sein, haben manche das Gefühl, das Leben im Griff zu sein.

Oder andere, das sage ich ganz gerne, die laufen vor dem Leben davon. Sind auch auf einer Flucht. Wer sich ständig verbessert, muss sich gar nicht mit dem Sein auseinandersetzen.

Wer ständig in einem Optimierungsprozess ist, muss gar nicht einmal so dahinter schauen, was denn eigentlich ist. Und da dahinter steckt gerne die Angst, nicht genug zu sein. Und was ich meine, und was ich dir gerne auch als Frage mitgeben möchte für dich an der Stelle, ist, dass wir einfach immer wieder mal in uns hineinspüren müssen.

Auch die Haltung selber wahrnehmen. Was ist eigentlich unser innerer Antreiber? Worum geht es mir denn wirklich? Sind es niedrige Frequenzen wie Angst? Angst vor nicht genug zu sein, Angst vor Krankheit? Oder ist es ein Prozess, den wir auch aus einer hoch schwingenden Energie, auch aus der Freude heraus selbstverständlich, oder aus der Dankbarkeit für einen gesunden Körper, den ich weiter unterstützen möchte, Auf welcher Ebene wende ich mich da mir und meinem Entfaltungs-Entwicklungsprozess eigentlich zu? Genau. Und dann können wir an der Stelle natürlich weiterschauen, wenn wir da jetzt schon stehen.

Was ist es eigentlich, was jetzt die gute Weise wäre? Ich stolpere ja schon wieder ein bisschen, dass ich sage, lass uns der Yin-Seite zuwenden, weil ich möchte nicht unbedingt jetzt immer das Yang als das Böse hinstellen. Wir wissen ja, Yin und Yang sind koexistente Kräfte, die beide auch ihren guten Dienst machen können. Aber gerade hier in diesem Aspekt der Selbstoptimierung kann gut sein, dass wir in ein Yang-Dilemma rutschen.

Eben gerade so, wie ich es eben beschrieben habe, wenn es uns zu sehr um Kontrolle, zu sehr um Leistung, zu sehr um die negative Disziplin, zu sehr um den Fortschritt geht, dann ist das ein Yang-Dilemma. Wobei wir natürlich auch in jeder Begrifflichkeit auch nochmal in die Tiefe gehen können. Denn zum Beispiel, die Qualität der Disziplin kann ja natürlich auch eine wohlwollende Qualität sein, kommt ja immer darauf an, wie wir es eigentlich leben.

Aber vielleicht ein guter Richtwert ist, wenn Selbstoptimierung in ein Auslaugen oder eine Erschöpfung geht, dann gilt es, dass wir dort an der Stelle einfach ansetzen müssen. Das wäre vielleicht so der Gute. Und deshalb, lass uns mal ansetzen an der Yin-Seite.

Wie können wir aus der Yin-Perspektive uns diesem Thema Selbstentwicklung, Entfaltung, Weiterentwicklung betrachten? Am Ende ist das, was wir hier mit Optimierung beschreiben, schon ein Dilemma des Wortes. Selbstoptimierung, du hast ja gemerkt, ich tue mir selber ein bisschen schwer mit dem Wort, ich verhasple mich ständig damit, weil es einfach so eine negativ besetzte Energie ist, obwohl ein Wort natürlich zunächst nur ein Wort ist. Aber es schwingt schon sowas mit, ich will etwas an mir verbessern.

Und da ist natürlich immer subtil dabei, warum. Um Anerkennung, Leistung und so weiter. Aber es gibt ja auch etwas, eine Herangehensweise, die beschreibt, ich gehe mit dieser Energie, mit dieser Dynamik, dass ich mich von innen heraus entwickle.

Dass ich diesen Prozess des Wachsens, Werdens, Entfaltens, wie immer wir es beschreiben wollen, dass ich mich diesem Prozess natürlich öffne, da nicht in einem Widerstand bin. Das auf meine individuelle Weise und auch in meinem Tempo. Die Hinweise, so wie ich es jetzt formuliert habe, bedeutet auch, dass Wachstum nicht angeschoben werden muss, dass der nicht forciert werden muss, sondern dass es hier eine Dynamik gibt, die eine natürliche, sanfte Entwicklung heißt, die ohne Druck geschieht.

Druck ist tatsächlich etwas aus dem Young und ist tatsächlich etwas aus dem Young-Dilemma eben auch. Druck, könnten wir unser nächstes Wort dazu holen, das ist Erzwingen. Erzwingen ist für mich auch so ein Signalwort, wenn ich spüre, ich erzwinge etwas, ich gehe da sozusagen gegen diese natürliche Weise, dann weiß ich, okay, hier gilt es besser nachzuschauen.

Oder auch, wenn ich mich in einen Modus des Funktionierens hineindränge, wenn es nur mehr äußere Maßstäbe sind, an denen ich mich orientiere, anstatt dass ich mich selber wahrnehme. Auch das wäre ein wichtiger Yin-Faktor, mich sich selbst wahrzunehmen und nicht nur an äußeren Maßstäben zu orientieren. Du weißt vielleicht, dass ich in meiner Jugend Leistungssport gemacht habe, sowohl im Kunstturnen wie auch im Tennis, also tatsächlich als Kind.

Und in beiden musste ich in Trainingsplänen definitiv funktionieren. Da im Leistungssport, das sagt schon alleine das Wort, da gab es nicht viel darauf auf natürliche Weise oder wenn die Zeit es mitträgt in meinem Tempo, sondern hier gab es ganz klar äußere Maßstäbe, äußere Regeln und daran entlang hatte man zu funktionieren und das musste dann passieren, wenn es sein sollte. Also da gab es auch weit davon entfernt von irgendeinem Rhythmus, einem Zyklus, einem Prozess, der seinen Zeitraum erhält.

Und das wäre halt immer diese Yin-Weise, eben dass wir die natürliche Weise forcieren, dass wir uns selber wahrnehmen, uns lösen von äußeren Maßstäben, fühlen, was möchte sich von innen heraus hier in der Dynamik bewegen, ohne dass wir es forcieren. Und wo wir uns auch immer wieder dort hinterfragen, was ist, wenn ich einfach nur bin? Wo mache ich meinen Wert fest? Geht es bei meinem Wert darum, dass ich etwas leiste, etwas verbessere, den nächsten Abschnitt nehme? Ich meine, wer mich kennt, wer mich verfolgt auf Social Media, weiß, dass ich mich sehr tracke, aber nicht jetzt unbedingt aus einem eigenen Kontrollbedürfnis, sondern am Beginn stand einfach ein Experiment, auch ein Selbstversuch sozusagen, was macht mein Alltag mit mir, mit meinem Körper? Wo taucht Stress auf? Wie kann ich den Stress besser handeln? Was verursacht Stress? Wie regeneriert dein Körper dieses Spiel von Yin und Yang? Das habe ich an meinem Körper sehr gelernt, erfahren. Du weißt es, ich trage eine Sportuhr und ich trage den Uhrerring, um meinen Schlaf kennenzulernen.

Ganz ehrlich, im Moment bräuchte ich beides nicht mehr. Ich kenne meinen Körper so gut, dass wenn ich mich abends ins Bett lege und ich meinen Puls spüre, wenn ich mich so ins Bett sinken lasse, kann ich dir beim Einschlafen schon sagen, wie meine Werte beim Aufstehen sind, ob der Körper schon den Regenerationsimpuls annimmt oder ob er noch zu stark im Yang ist, auch von der Körpertemperatur, auch wie ich schlafe insgesamt. Ich bräuchte das Trecken nicht mehr, mache es aber, weil ich in meinen Reflektionen viel forsche für das Feld der Frauen insgesamt.

Aber ich bin natürlich auch eine, die sehr committed ist meinem Wachstumsprozess und meinem Selbstentwicklungsprozess. Denn per se ist die Weiterentwicklung eine natürliche Dynamik. Sie ist eine natürliche Dynamik zu wachsen, Neues zu lernen, sich weiter zu entwickeln.

Du hast das gehört, als ich die historische Komponente erklärt habe. Das ist sozusagen in uns hinterlegt, aber wie so vieles im Laufe der Historia, auch bei uns Menschen, hat es dann irgendwann geswitcht. Deshalb ist da ganz wichtig, drauf zu schauen, wo kommt tatsächlich die Yin-Seite gut zu tragen? Was stärkt das Wachstum aus der Yin-nähernden Perspektive? Und ganz klar ist, hast du einen inneren Impuls für etwas? So wie ich zum Beispiel den inneren Impuls für die Bewegung habe.

Ich konnte damit viele meiner Probleme wie Bandscheibenvorfälle etc. aus meinem Leben völlig entfernen. So wie ich einen inneren Impuls fürs Laufen hatte, mein Körper hat mir die Bilder geschickt, da war mein Verstand noch lange damit beschäftigt zu sagen, nein, ich mag das Laufen nicht, nein, ich will nicht laufen gehen, nein, ich habe nicht die Gelenke dafür und so weiter.

Trotzdem bekam ich immer wieder die inneren Bilder, dass ich laufen gehe. Wenn du mir auf Social Media ab und an folgst, zeige ich sie manchmal, wenn ich joggen gehe. Das tue ich aber auch nicht jeden Tag.

Ich habe ein sehr rundes Konzept zwischen Yin und Yang-Balance, auch mit dem zyklischen Bewusstsein für die kleinen und größeren Zyklen des Körpers. Deshalb bin ich auch an der Stelle recht achtsam. Also, es geht einmal, kommt der Impuls von innen oder von außen? Mir fällt jetzt gerade noch ein Stichwort ein, wenn der Impuls von deinem Arzt kommt, weil vielleicht schon Sand in deinem Gesundheitsgetriebe ist, dann darfst du den bitte nicht ablehnen.

Oder von einem Therapeuten oder so. Aber wir reden jetzt von einer anderen Ausgangsposition. Dann ist natürlich, wenn da Freude ist, wenn da auch die Neugierde in etwas zu lernen da ist, wenn all diese Aufwinde dich energetisch unterstützen und schon dich ein bisschen antreiben, dann fühlt sich das ja auch stimmig an.

Dann ist das garantiert aus einer Yin-Weise heraus. Und wenn eine gewisse Leichtigkeit drinnen ist. Klar, wenn du jetzt zu laufen beginnst, die ersten zwei, drei Wochen fühlen sich wahrscheinlich nicht leicht an.

Und dann muss man auch noch schauen, wie geht man mit dem Körper um. Weil das, was ich kenne, ist, dass die meisten Leute sich sofort überfordern, ins Fitnessstudio gehen, gleich viel zu viele Gewichte stemmen, beim Laufen zu schnell und so weiter und so fort. Also, das muss man natürlich auch schauen.

Aber grundprinzipiell ist es auch so, dass es sich stimmig einfach anfühlt und was ein gesundes Optimierung-Weiterentwicklungskonzept immer ist, es unterstützt dich. Du wirst in einem stimmigen Prozess des Weiterentwicklungs, egal ob das Sport ist oder sonstige Selbstoptimierung, du wirst dich darin nicht erschöpfen. Wenn doch, dann hast du da die Falle des Leistungsschuhs dir angezogen, dass du da in ein Leistungskonzept geswitcht, gerutscht bist.

Aber an und für sich ein gesundes Optimierungswachstum unterstützt dich und du wirst dich nicht erschöpfen. Es hat in seinem Zyklus, in seinem Rhythmus, auch sowas wie eine natürliche Phase von Pause und Integration. Es ist immer dieses Pendulum zwischen Yin und Yang und nicht von ich bin jetzt fix und fertig, ich kotze mir die Seele aus dem Leib.

Dann wäre das jetzt bei der Bewegung das Falsche, aber es gibt ja auch andere Selbstoptimierung, wenn wir unsere Entwicklungsprozesse in die Tiefe bewegen und so weiter. Umgekehrt, wenn wir sie jetzt aus dem Yang-Dilemma heraus betrachten, klar, wenn da Druck ist oder Angst da ist, nicht genug zu sein. Wenn wir uns unter Druck setzen, zum Beispiel mit den Tracking-Apps oder schon die Angst am Abend haben, wie wache ich morgens auf, dann gilt es noch einmal hinzuschauen.

Also da muss man sehr, sehr aufpassen. Oder wenn man einem Konzept unterliegt, das uns sehr antreibt, immer weiter, immer mehr. Auch da muss man aufpassen, denn erstens ist es eher stressig und erzwungen als leicht und stimmig und es führt einfach ganz gerne zu einer Erschöpfung, weil es am Ende nie genug ist.

Hier rutschen wir womöglich in dieses immer weiter oder immer mehr. Hier ist ein guter Indikator, wenn du auch schaust, was deinem Wachstum, macht es dich freier oder setzt es sich unter Druck? Und Wachstum kommt auch immer aus einem Gefühl der Fülle. Also auch das wäre so ein Aspekt des Yins, um einfach für sich zu schauen, auf welcher Seite stehe ich denn da gerade? Natürlich gilt es auch zu schauen, wenn du merkst, du stehst irgendwo an einem dieser Mittelpunkte, dass man schaut, was wäre, wenn ich nicht das so mache? Oder einen eigenen natürlichen Wachstum an der Stelle einsetze? Das wäre auch so ein Aspekt, wo du für dich einfach schauen kannst, was ist, wenn ich mir bewusst erlaube, nicht oder einfach mal nur zu sein? Oder auch zu hinterfragen, wohin soll die Reise eigentlich gehen? Wohin will ich mich eigentlich entfalten? Möglicherweise braucht es an einer Stelle sogar mal ein Loslassen.

Also auch wenn du merkst, du kugelst immer wieder raus aus dem, was wir hier als den Selbstoptimierungsprozess umschreiben. Auch da könntest du mal schauen, immer wenn wir dann wieder den Stillstand brauchen, sondern könnte auch ein Hinweis sein, dass du zu sehr in eine ungute Richtung gerutscht bist, sondern wieder zurückzugehen auf einen Mittelweg, um zu sehen, ein bewusstes, natürliches Wachsen mit sich selber und auf jeden Fall ohne Zwang und auf jeden Fall viel besser mit einem Grundvertrauensprozess in den Prozess sozusagen an sich. Also wirklich immer wieder zu sehen, die Hingabe statt den Druck.

Und auch gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen, wenn du dich getrieben fühlst, besser werden zu müssen. Was ich auch oft beobachte, ist, dass Frauen manchmal so unreflektiert Tipps, Routinen, Rituale und so weiter übernehmen, die mit meinem Blick von draußen oftmals wirklich eher stressen statt stärken. Auch hier wirklich drauf zu schauen, passt denn das in mein Leben überhaupt? Denn es macht ja einen Unterschied, wie jemand berufstätig ist, ob man Familie hat, ob überhaupt ein Partner da ist oder man ganz alleine lebt.

Also auch da muss man einfach immer wieder schauen, was passt zu meinem Leben. Und dieses Thema der Eigenehrlichkeit, dem können wir dann am Ende auch nicht ausweichen. Auch da muss jede für sich hinschauen und sagen, bin ich tatsächlich in einem natürlichen Wachstum eingebettet? Bin ich wirklich auch so aus einer Yin-Entwicklung, die aus einer Liebe heraus geschieht, aus einer Liebe zu mir und nicht unbedingt aus einem Mangel von, als dass ich mich ständig selber verbessern muss? Was auch ein Faktor wäre, ist der Aspekt der Selbstkritik.

Wenn du merkst, du bist sehr kritisch mit dir in diesem Prozess des Ganzen, dann gilt es die Selbstkritik mal ein bisschen auszuschalten. Und dir bewusst die Hinweise zu gönnen und eher ins Selbstmitgefühl hineinzugehen. Hier wirklich in die andere Seite zu gehen und dir in diesem Selbstmitgefühl zu schauen, nehme ich den Optimierungsdruck raus und hinterfrage mal, um was geht es denn eigentlich in dieser Veränderung insgesamt? Ich denke auch mit dem Blick auf die Uhr, hier habe ich dir schon wieder einiges mitgeben können.

Für mich war es auch in der Vorbereitung des Konzeptes wertvolle Erinnerung. Wir dürfen auch da nicht zu streng sein. Auch wenn du ein Fan von Wachstum, von Tiefe, von Dranbleiben, von Selbstoptimierung bist, darfst du auch nicht streng sein.

Es ist natürlich, dass wir manchmal einfach auch rüberrutschen, in ein Ziel gerichtet sein, in ein leistungsorientiert sein, wo Struktur und Disziplin auch manchmal dem Jinn ein bisschen entgegenwirkt. Also sei auch hier nicht streng, weil das gehört einfach auch dazu. Wichtig ist, dass unser Blick wach bleibt.

Und am Ende möchte ich dir einfach ein Bild aus der Natur mitgeben. Du weißt, ich lebe ja hier in den Tiroler Bergen und wenn ich nur beim Fenster rausschaue, sehe ich schon die Natur und die erinnert mich immer. Da steht ein Baum in unserem Garten und der Baum wächst, weil es in seiner Natur liegt.

Aber er wächst nicht, weil er sich jeden Morgen daran erinnert, dass er größer werden muss. Gleichzeitig nimmt er doch auf, was er braucht. Da ist Wasser, Sonne, manchmal düngen wir im Garten, dann ist die Zeit.

Und er entfaltet sich in seinem natürlichen Wachstumsprozess. Und ich denke, auch das dürfte für uns, jetzt mein Schlusswort für dich, ein Bild sein, dass wir uns erinnern, auch wir können so wachsen. Wir dürfen, wir sollen wachsen, aber nicht durch ständiges Antreiben, sondern vielmehr und gerne durch den Vertrauen in unseren eigenen Rhythmus.

Es gibt Zeiten für eine Yang-Energie, klar, für aktives Tun, vielleicht auch für Zielstrebigkeit, aber es gibt auch durchaus und hoffentlich mehr sogar die Zeiten für das Yin, wo es darum geht, die Balance zu finden aus der Selbstfürsorge und nicht nur aus dem Verbessern heraus. Und bei alledem erlaube dir gerne einfach auch mal zu sein und zwar wirklich genug zu sein. In diesem Sinn, das war's von mir für dich.

Ich hoffe, meine Mitteilungstöne irritieren dich nicht zu sehr, aber an der Stelle Dankeschön für dein mit mir sein hier im Yin Magazin. Wie gesagt, gerne ein Abo, gerne die Sterne, gerne ein Kommentar unter der Ankündigung, gerne ein Weiterleiten an alle, für die es wichtig sein könnte. Dafür sage ich Danke und ich sage auch schon, ich freue mich auf dich nächste Woche wieder hier im Yin Magazin.

Über diesen Podcast

In diesem Podcast erhälst du Impulse und Antworten auf die Fragen rund um die Themen von FrauSein, Weiblichkeit und weibliche Energien. Es erwarten dich Interviews und Eindrücke aus meiner Gedankenwelt. Mein Wunsch ist es zu inspirieren in einer Weise, die erinnert - an das was schon immer da war: die weibliche Kraft.

Daniela Hutter ist Bewusstseinsforscherin und Bewusstseinstrainerin für weibliche Energien, das Yin, das Wesen der Frau. Das Mysterium Frau und die weibliche Essenz zu ergründen ist ihr ein unendliches Forschen, Lernen, Begegnen.

So ist der weibliche Weg ein Weg des Fühlens und Ahnens, ein Weg der unser "Ja" will und kein Weg des "Wissens" offenbart.

Denn die Frau, naturgemäß, braucht ein weibliches Yang als Gegenpol zu ihrem natürlich Yin. In dieser Weise ist das Bewusstsein um das YIN wertvolle Basis für alle Lebensbereiche der Frau: Familie, Beziehung, Partnerschaft, Beruf und Business.

von und mit Daniela Hutter

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